Ursprungsseite: http://www.ratgeber-fitness.de/index.php?pVId=572990164&nodeId=15504&page=1
ratgeber-fitness.de » Fitness » Fit für Rekorde » TENNIS-DOPPEL: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile

TENNIS-DOPPEL: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile

Worum es in diesem Beitrag geht (Seite 1 von 12)

Quelle: photos.com
So erfolgt Kommunikation im Tennis-Doppel:
Lesen Sie Hintergründiges zu Interaktionsprozessen, erfahren Sie viele Tipps zum Umgang mit dem Partner, den Gegnern und Außenstehenden und steigern Sie damit Ihren persönlichen sportlichen Erfolg!

- von Ruven Sauer, Sportjournalist -



„Nimm Du ihn, ich habe ihn sicher!“ - wie oft hat man diese, für gewöhnlich mit spöttischem Humor unterlegte Feststellung beim Sport nicht schon gehört? Ob im Fußball, wenn Torwart und Verteidiger gemeinsam nicht in der Lage waren, den noch dazu aufreizend langsam heran trudelnden Ball am Überschreiten der eigenen Torlinie zu hindern. Oder im Tennis-Doppel, wenn beim gegnerischen Schlag durch die Platzmitte beide Partner krachend mit ihren Rackets kollidieren. Beides sind sehr einfache Beispiele für misslungene Kommunikation im Sport, die aber natürlich noch beträchtlich vielschichtiger sein kann. Die spannende Frage: Wo liegen die Gründe und was kann man anders machen, um im Wettkampf daraus resultierende, kontraproduktive Situationen zu vermeiden? Hier erfahren Sie am Beispiel des Tennis-Doppels - der kleinstmöglichen Form einer Mannschaft -, wie Sie richtig und damit Erfolg steigernd interagieren: Mit ihrem Partner, den Gegnern und Außenstehenden.


Der Weg zum „blinden Verständnis“

Im Tennissport sind in kaum einem anderen Bereich Frustration, Aggression und Enttäuschung so präsent wie im Entwicklungsverlauf einer Doppelpaarung.
Von verbalen und an Gesten reichen Schuldzuweisungen auf dem Platz - mitunter sogar während Ballwechseln - über getrennte Freundschaften, weil die „Chemie“ zwischen den Partnern privat stimmte, aber im sportlichen Ehrgeiz plötzlich nicht mehr, bis hin zu in Folge des Bestreitens von Mixed-Doppeln gar kriselnden Beziehungen zwischen den Geschlechtern - die Liste der Fehlentwicklungen ist lang.

Umgekehrt ist jedem Tennisspieler das Bild der beiden unzertrennlichen Freunde bekannt, die sich nicht nur menschlich, sondern auch technisch und taktisch geradezu „blind“ verstehen und sich als Einheit, besser gesagt als Team im wahrsten Sinne präsentieren.

Pauschal kann mit Sicherheit nicht festgelegt werden, worin das Erfolgsgeheimnis solch unzertrennlicher Gespanne besteht und was die Paarungen, deren Entwicklung genau entgegen gesetzt verläuft, falsch machen. Unter Berücksichtigung ganz individueller Bedürfnisse liegt es jedoch auf der Hand, dass viele der entstehenden Problematiken mit intensiverer Kenntnis darüber, in welchem Maße und auf welche Art und Weise in welchen Situationen Doppelpartner miteinander in Interaktion treten, entschärft oder vielleicht sogar ganz gelöst werden könnten.

Mehr Koordination durch Kommunikation

Bereits der griechische Philosoph Aristoteles prägte die Maxime, nach der das Ganze mehr ist als die bloße Summe seiner Teile. Mehr Interaktion bzw. Kommunikation - EBERSPÄCHER (1993, 186) unterscheidet diese Begriffe nicht - bedeutet in (Sport-) Gruppen erhöhte Koordination und demzufolge auch eine Leistungssteigerung. Oder mit anderen Worten: Eine effektivere Ausschöpfung des in einem Team tatsächlich vorhandenen Potenzials.

In diesem Beitrag sollen bestimmte Facetten der Interaktion gezielt, aber auch kritisch beleuchtet werden. Dabei werden in allen Bereichen - von der internen Interaktion eines Doppels bis hin zur Interaktion mit dem Gegner - übergreifend immer wieder Interaktionsformen durch Zeichen, Gesten und solche mündlicher Art auftauchen. Und nicht zuletzt bedeutet auch keine Kommunikation eine Interaktion minimalen Grades - schließlich kann man nicht „nicht kommunizieren“. Besondere Wichtigkeit genießt auch bereits die Frage nach Faktoren, welche schon bei der Wahl eines geeigneten Doppelpartners Bedeutung besitzen und wie somit schon die Voraussetzungen für Erfolg versprechende Interaktion beim späteren Zusammenspiel frühzeitig erkannt werden.

Vorab noch ein formaler Tipp zum Lesen: Häufig zu findende Verweise auf in Bezug zu bestimmten Aspekten stehende Literaturstellen sind stets in Versalien dargestellt. Sie beziehen sich auf den separaten Abschnitt „Literaturhinweise“.
Seiten:
Worum es in diesem Beitrag geht
Was Interaktion eigentlich ist
Die Wahl des Doppelpartners - klassische Kombinationstypen
Interne, mündliche Interaktion eines Doppels
Interaktion durch Zeichen und Gesten
„Blinde“ Interaktion
Interaktion des Doppels mit dem Gegner
Interaktion eines Doppels mit seiner Umwelt: Trainer, Zuschauer, Schiedsrichter, Mannschaftskameraden sowie gegnerische Betreuer und Funktionäre
Grad der Interaktion in Abhängigkeit von Wettkampf, Training, eigener Verfassung und Stärke des Gegners
Interaktion in der Vor- und Nachbereitung von Training und Wettkampf sowie sportunabhängige Interaktion
Vorhandseite, Rückhandseite: Das Mixed - Doppel als besonders „heißes Eisen“ unter Interaktionsgesichtspunkten
Literaturhinweise